Mir ist die letzten paar Wochen aufgefallen, dass Howard wesentlich mehr schläft und auch immer weniger frisst und aktiv ist. Ich habe mir also einen Termin beim Tierarzt ausgemacht um Howard durchchecken zu lassen. Recht schnell kam dabei heraus das bei Howard FIP ausgebrochen war und er damit sofort ums überleben kämpfen musste. Normalerweise ist FIP nicht heilbar und ist ein Todesurteil für Katzen. Auch wir hatten mit der Diagnose sehr wenig Hoffnung. Unsere geniale Tierärztin hat uns aber von einem Medikament erzählt das man täglich für 84 Tage spritzen muss. Wenn die Katze drauf anspricht, sollte sich innerhalb weniger Tage eine deutliche Besserung einstellen und die Katze ist nach dem Ende der Behandlung geheilt.
Leider ist diese Behandlung extreme kostspielig und beläuft sich auf eine Summer von 1000-3000€ für die gesamte Behandlung.
Das wir dieses Geld nicht einfach herumliegen haben, ist ja wohl mehr als klar und so habe ich es mir gut überlegen müssen ob ich diese Behandlung machen lasse. Bei Howard war die „Nasse FIP“ ausgebrochen und er hatte damit sehr viel Flüssigkeit im Bauchraum. Ich habe also mit jemandem von der „FIP-Hilfe Österreich“ Kontakt aufgenommen und habe noch an dem Abend mit der ersten Spritze um 22 Uhr begonnen. Das größte Problem dieser Behandlung ist, dass dieses Medikament in Europa noch nicht zugelassen ist und man es daher nur am „Schwarzmarkt“ bekommt. Unsere Tierärzte unterstützen uns zwar, dürfen es aber nicht selber vermarkten oder verabreichen. Es wird wohl noch ein paar Jahre dauern, bis es auch bei uns zugelassen ist, denn es zeigt bis jetzt geniale Wirkung und Heilung bei betroffenen Katzen. Der Haken an diesen Spritzen ist, zusätzlich zum sehr zähen und teuren Serum, dass man es immer zur genau gleichen Uhrzeit spritzen muss. Da wir also die erste Spritze um 22 Uhr gegeben haben, müssen wird die vollen 84 Tage auch immer um diese Uhrzeit spritzen.
Zu diesem Zeitpunkt hat Howard schon Garnichts mehr gefressen und es ging ihm immer schlechter. Am nächsten Tag konnte er nicht mal mehr seinen Kopf heben und lag nur mehr apathisch auf der Seite. Leider hatte sich zu allem Übel auch noch sein Bauchraum, durch die Entnahme von der Flüssigkeit die zur Probe entnommen wurde, entzunden und er hatte große Schmerzen und konnte sich garnicht mehr alleine bewegen.

Da es ihm von Stunde zu Stunde so dermaßen viel schlechter ging habe ich gleich wieder mit meinen Tierärzten gesprochen und Howard wurde sofort stationär aufgenommen.
Dort hing er zwei volle Tage am Tropf und wurde mit Flüssigkeit und Appetitanregern zum Essen animiert. Nach zwei Tagen ging es ihm dann soweit besser das er wieder Heim durfte. Daheim ging es dann langsam Bergauf und er erholte sich von Tag zu Tag mehr.
Die kommenden Tage werden zeigen ob Howard auf das Medikament anspricht und ob er sich langsam erholt.